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Leistungsträger Wellpappe - kluge Konstruktion aus Luft und Papier

Der wichtigste Rohstoff für die Herstellung von Wellpappe ist Papier. Seinen Namen erhält die Wellpappe durch das Verkleben von glatten mit gewellten Papierbahnen. Die Welle dient als Polster, gibt der Wellpappe die Stabilität und Steifigkeit und federt Stöße ab, die glatten Papierbahnen stabilisieren und durch die Luft in den Hohlräumen wird die entstandene Wellpappe sehr leicht. Diese Konstruktion macht aus der Wellpappe ein ideales Verpackungs- und Transportmaterial. Die Mehrzahl der Wellpappenqualitäten bestehen aus einem hohen Anteil an Recyclingpapieren und können nach ihrer Nutzung wieder vollständig in den Recyclingkreislauf zurückgeführt werden.
Aus Wellpappe wird eine Vielzahl von Verpackungsmitteln hergestellt. Sie unterscheiden sich je nach Anwendungszweck in der Anzahl der Lagen, der Art der Wellen und der verwendeten Papiersorten.

Die perfekte Welle
Die Wellenarten unterscheiden sich in der Höhe und der Teilung der Wellen. Die am häufigsten verwendeten Wellenarten für Kartons sind 1-wellig oder doppelwellig. Im einwelligen Bereich sind dies die B-Welle (Feinwelle), C-Welle (Grobwelle) sowie die E-Welle (Mikrowelle).
Im 2-welligen Bereich werden vorzugsweise Kombinationen aus diesen Wellen gebildet. Die gängigsten sind die BC-Welle und EB-Welle. Es gibt aber noch eine Vielzahl von anderen Kombinationen.

Wellpappenqualitäten und -sorten
Beim Kauf eines Kartons wird die verwendete Bauart und Qualität durch Ziffern ausgedrückt. Diese Ziffern informieren über die Stabilität und Eignung  des Kartons. Die am häufigsten verwendete Qualitätsbezeichnung besteht aus einer einstelligen Zahl, und einer durch einen Punkt getrennten zweistelligen Zahl. Die Zahl vor dem Punkt beschreibt die Anzahl der Wellenlagen und die Zahl nach dem Punkt gibt die ungefähre Belastbarkeit an. So kann man sagen, dass ein Karton mit der Qualitätsbezeichnung 2.30 belastbarer ist, als ein Karton mit der Bezeichnung 1.02. Die Höhe der zweiten Zahl ist auch von den verwendeten Papiersorten und deren Stärke abhängig. Da alle Produzenten einen eigenen Standard haben, ist eine generelle Vergleichbarkeit nach diesen Bezeichnungen leider nicht gewährleistet. Um Kartonqualitäten genau zu vergleichen, müssen deren technische Werte im Labor verglichen werden. (siehe: Wellpappenqualitäten - Technische Werte bestimmen die Vergleichbarkeit).

Papier-Qualität: Die Mischung macht
Die Papiersorte und das Flächengewicht des Papiers bestimmen die Qualität der Wellpappe. Je nach Einsatzgebiet lassen sich unterschiedliche Sorten herstellen und vielfältig miteinander kombinieren. Wellpappenrohpapier wird in folgende Gruppen eingeteilt:

  • Kraftliner
    Kraftliner ist ein äußerst hochwertiger Rohstoff. Er hat ein festes Papier und ist sehr widerstandsfähig gegen Feuchtigkeit. Er wird zu einem großen Teil aus neuen Papierfasern gewonnen. Als Deckenbahn eingesetzt bietet er einen hervorragenden Schutz gegen Stauchen, Einreißen und Bersten. Der Ringstauchwiderstand/Streifenwiderstand ist für die Stapelfestigkeit von Wellkisten sehr wichtig. Die Berst- und Weiterreißfestigkeit ist ein wichtiges Gütemerkmal für das Papier. Kraftliner besitzt eine weitgehend geschlossene Oberfläche und eignet sich sehr gut zum Bedrucken. Die raue Unterseite unterstützt die Verklebung mit der unteren Wellenbahn. Kraftliner wird als Deckenbahn auf A, C und B-Wellen aufgebracht und ist recyclefähig.
  • Testliner
    Besitzt einen sehr hohen Anteil an recyceltem Papier. Die heutigen Testlinersorten bestehen in der Regel zu 100 % aus recyceltem Altpapier. Testliner besteht aus zwei oder mehreren Lagen Deckenpapier. Für Testliner gibt es keine festgelegten Faserstoffzusammensetzungen. Die Auswahl des Altpapiers bestimmt seine Güte. Bei zweilagigen Papieren wird meistens eine dickere Trägerschicht mit einer höherwertigeren Oberschicht zusammengebracht. Bei Testliner unterscheidet man je nach Güte Testliner 1 (hochwertig), Testliner 2 und Testliner 3. Testliner wird vorwiegend als Außen- und Innenlage, aber auch als Wellenbahn verwendet und kann in allen Wellensorten enthalten sein. Testliner ist die am meisten verwendete Papiersorte und ist ebenfalls komplett recyclefähig.
  • Schrenzpapier
    Schrenzpapier ist ein kostengünstiges, weiches und kurzfaseriges Papier, das für leichte Kartonagen eingesetzt wird. Hier liegt der Altpapiergehalt bei 100 %. Schrenzpapier ist grau, kann manchmal bräunlich eingefärbt sein. Schrenzpapier wird überwiegend für die Innendecke oder bei mehrwelliger Wellpappe auch für die Zwischenbahn eingesetzt. Auch als Rollenwellpappe für den Polsterschutz findet Schrenz seine Verwendung.
  • Wellenstoff
    Das Material für den Wellenstoff ist wie Schrenzpapier, jedoch ist dieses Papier genau auf die spätere Verwendung als Wellenbahn abgestimmt. Wellenstoff enthält längere Papierfasern als Schrenzpapier, ist rauer und besitzt beidseitig eine leichte Beleimung, um besser mit dem Lagen- oder Deckenmaterial verbunden zu werden. Durch die Variation des Halbzellstoffanteils können die Festigkeitseigenschaften beeinflusst werden.


Neben der Wahl der Wellenkombination und der Rohpapiersorte ist die Verpackungskonstruktion (FEFCO-Bauart) maßgeblich für die Stabilität einer Verpackung verantwortlich. Mehr dazu unter: Die Bauarten – Was ist eigentlich Fefco